Yogawege

Yogawege2017-11-15T17:27:39+00:00

 Yogawege

Hatha Yoga – der Ausdruck Hatha Yoga wird oftmals benutzt, um die Praxis von Yoga Körperstellungen (Asanas) zu beschreiben, dabei umfasst Hatha Yoga weit mehr. Es beinhaltet neben

Asanas, auch die sechs Shatkarmas (physische und mentale Reinigungstechniken), Mudras (Körper- und Handhaltungen, oftmals verbunden mit speziellen Konzentrations – und Atemtechniken) und Bandhas (Körperverschlüsse, die sich auf den Energiefluss auswirken). All diese Techniken zielen darauf ab unser Wesen zu reinigen als auch unser Energieniveau zu erhöhen.

Was bedeutet nun Hatha Yoga? Ha steht für die vitale Kraft in unserem Leben, symbolisiert durch die Sonne, gleichgesetzt mit der männlichen, nach außen gerichteten Energie, welche sich vor allem körperlich ausdrückt (vergleichbar mit dem chinesischen Yang Prinzip). Tha bezieht sich auf die entgegengesetzte Energie. Es ist eine nach Innen gerichtete mentale Kraft, die durch den Mond symbolisiert und als weiblicher Aspekt beschrieben wird (entspricht dem Ying Prinzip). Durch Hatha Yoga versuchen wir diese beiden Energien in uns zu erwecken, zu reinigen und ins Gleichgewicht zu bringen. Dadurch erhalten wir unseren Körper und Geist gesund und bereiten uns gleichzeitig auf fortgeschrittenere yogische Techniken vor.
Hatha Yoga verhilft zu Gesundheit auf körperlicher, geistiger und emotionaler Ebene. Es kann zu Meditation und einer Verfeinerung unseres Bewusstseins und unserer Persönlichkeit führen.

Raja Yoga –  ist ein reichhaltiges System, von Wegen und Möglichkeiten unser Verhalten und unsere Persönlichkeit weiter zu entwickeln. Wenn von Raja Yoga die Rede ist, wird sich gewöhnlich auf die Yoga Sutras von Patanjali bezogen. In diesem Grundlagenwerk beschreibt Patanjali unter anderem den 8-stufigen Yogaweg.
Yamas und Nyamas bilden die ersten beiden Glieder und das Fundament für die folgenden Stufen, wobei uns die Yamas Richtlinien geben im Verhalten anderen Menschen gegenüber und die Nyamas für den Umgang mit uns selbst.
Durch die nächsten beiden Stufen – Asanas (Körperstellungen) und Pranayama (yogische Atemtechniken) – erhalten wir physische Gesundheit und Vitalität.
Pratyahara (Zurückziehen der Sinne von der Außenwelt) und Dharana (Konzentration) unterstützen uns in unserem Bemühen mentale und emotionale Konflikte aufzulösen und entwickeln unsere Achtsamkeit weiter.
Die letzten beiden Stufen Dhyana (Meditation) und Samadhi (Aufgehen im universellen Bewusstsein) führen zu einer sehr verfeinerten Achtsamkeit, die die Erfahrung von Transzendenz ermöglicht und uneingeschränkten Zugang der uns innewohnenden Inspiration erlaubt.
Hat ein Mensch diese letzten Stufen erreicht kann er ein freies Leben führen, unbeeinflusst von Dogmen, Erwartungen anderer Menschen und mentalen Konditionierungen.

Bhakti Yoga – wurde von Swami Niranjanananda als Weg des emotionalen Managements bezeichnet und wird in verschiedenen Schriften als Pfad der Hingabe beschrieben. Meist wird es mit religiösen Handlungen in Verbindung gebracht. Es ist jedoch nicht gebunden an einen bestimmten Glauben. Vielmehr handelt es sich um ein Gefühl der Verbundenheit und Hingabe. Durch Bhakti Yoga können wir die Einheit, die allem zu Grunde liegt, erfahren. Wir umgehen den rationalen Geist – der uns Menschen im Westen im besonderen prägt und bekommen ein Mittel in die Hand unsere Gefühle auf gesunde Art und Weise auszudrücken, zu erleben und zu transformieren.
Typische Techniken sind z.B. das Kirtansingen (hilft positive Energien freizusetzen), die Mantra Meditation (für das Erlangen eines Gefühls der Einheit), Havan (Feuerzeremonie), Yajna und andere Rituale zur Sammlung des Geistes.
Bhakti Yoga kann nicht rational verstanden, sondern nur persönlich erlebt und erfahren werden. Swami Sivananda hat stets erklärt, dass Bhakti Yoga der wirkungsvollste Weg des 21. Jahrhunderts ist. Durch Bhakti Yoga können wir Frieden in uns finden und diesen in die Welt bringen.

Karma Yoga –  wird als Yoga des Handelns oder der Tat beschrieben. Es ist ein wunderbares Werkzeug den ganzheitlichen Aspekt von Yoga in den Alltag zu bringen. Ein wichtiges Mittel in Karma Yoga ist Achtsamkeit während des Handelns. Dies erlaubt uns Abstand zu nehmen von Wünschen, Erwartungen, Hoffnungen, Ambitionen oder egoistischen Motiven bezüglich des Ausgangs einer Handlung. Es hilft uns “Immunität” gegenüber inneren Reaktionen auf Situationen zu entwickeln, die uns verletzen, nicht gefallen oder die wir gerne anders hätten. Karma Yoga hilft uns unser Bewusst-Sein zu entwickeln, den Moment mehr wahr zu nehmen, und die richtigen Entscheidungen im Handeln zu treffen.
Das Ziel von Karma Yoga ist es Freiheit zu gewinnen von den Fesseln unseres Karmas (Ursache und Wirkung all unserer Handlungen), welches unsere Lebendigkeit, Kreativität und unser Ausdrucksvermögen einschränkt.

5 Aspekte, die Karma Yoga ausmachen: Achtsamkeit, während des Handels, Beobachten unserer Reaktionen und der inneren Einstellung, Immunität gegenüber Dingen, die uns bewegen, Management unseres emotionalen Ausdrucks, Aufgeben von festen Vorstellungen und Erwartungen
Erst, wenn wir diese 5 Aspekte bis zur Perfektion in uns ausgebildet haben, sind wir fähig selbstlos zu handeln, was das Ziel unseres Bemühens darstellt.

Jnana (auch Gyana geschrieben) bedeutet wörtlich übersetzt „Wissen“. Im yogischen Kontext jedoch beschreibt es einen Prozess von meditativer Achtsamkeit, der zu innerer Weisheit und Intuition führt. Durch Jnana Yoga wird theoretisches und intellektuelles Wissen in praktische Erkenntnis umgewandelt.
Die Antworten auf die grundlegendsten Fragen des Lebens („Wer bin ich?“ Wo komme ich her?” Wo gehe ich nach dem Tod hin?“, etc.) versuchen wir hierbei nicht durch rationale Erkenntnis zu erhalten, sondern vielmehr durch tiefe Selbstbefragung in der Meditation.
In Jnana Yoga werden wir dazu angehalten nichts zu glauben, solange wir es nicht selbst erfahren haben. Beständige Selbstanalyse führt dazu, dass die Unwissenheit, die uns von der Erfahrung der absoluten und unveränderlichen Wahrheit trennt, aufgelöst wird. Jnana Yoga gilt als fortgeschrittener Weg, weil er absolute Hingabe an die tatsächliche Wirklichkeit fordert.
Hierbei ist es für den Aspiranten hilfreich, wenn er bereit ist bekanntes Wissen und alte Vorstellungen von sich selbst und dem Leben auf zu geben. Dogmen dürfen in seinem Leben keinen Platz haben. Gesellschaftlichen und sozialen Rollen, Verpflichtungen, Titeln usw. muß innerlich (manchmal auch äußerlich) entsagt werden. Der friedliche Verzicht auf jegliche gesellschaftliche Konditionierung führt zu einer Befreiung des Geistes, und unsere wahre Natur kann zum Vorschein kommen. Es ist eine Bereitschaft zum Sprung in das große Unbekannte, der letztendlich zur Erkenntnis des Selbst führen kann.

Kriya Yoga – die Praktiken von Kriya Yoga stammen von den geheimen Lehren ab, welche in den Yoga und Tantra Shastras beschrieben werden. Es gibt weltweit 2 anerkannte Kriya Yoga Systeme, neben Swami Satyananda‘s Kriya Yoga, ist das Kriya Yoga nach Paramahamsa Yogananda bekannt.
Das Wort Kriya bedeutet “Aktivität” oder auch “Bewegung“. Im Kriya Yoga wird eine spezielle Kombination von Asanas, Mudras, Bandhas, Pranayama und Meditation ausgeführt, welche in geistiger Stille und der Erfahrung von vollkommener Einheit resultieren. Während des Kriya Yoga Prozesses wird der wandernde Geist nicht willentlich kontrolliert, sondern im Gegensatz, er wird bewusst in Bewegung gehalten, was am Ende des Prozesses zu tiefer Meditation und einer Ausdehnung des Bewusstseins führt.
Durch Kriya Yoga wird sowohl unser Energiesystem, als auch Körper und Geist harmonisiert und wir können unser innewohnendes Potential zur vollen Entfaltung bringen. Die vollständige Kriya Yoga Praxis besteht aus über 70 Kriyas, von denen nur 20 gelehrt werden.

Wir verwenden Cookies auf unserer Website, um Ihren Besuch effizienter zu machen und Ihnen mehr Benutzerfreundlichkeit bieten zu können.